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"Herz was begehrst du mehr?":

Es soll Menschen geben, denen die knapp 50 unverschlüsselten analogen TV-Programme vom Satellitensystem ASTRA (19,2° Ost) davon 36 deutschsprachige genügen. "Herz was begehrst du mehr?", lautet ihre Devise. Aber Vorsicht: Wer heute vor der Entscheidung für eine neue Satellitenempfangsanlage steht, sollte wissen, dass in den nächsten Jahren die analogen Ausstrahlungen mit stark zunehmender Tendenz abgeschaltet werden. Spätestens 2010 wird es gemäß Regierungsbeschluss keine analogen Ausstrahlungen mehr geben. Schon heute wird bis auf wenige Ausnahmen jedes Analogprogramm bereits digital ausgestrahlt. "Simulcast" wird dieser Zustand genannt, der die Sendeanstalten viel Geld kostet, aber aus Gründen der werbetechnischen Reichweite zunächst noch aufrechterhalten wird. Wirtschaftliche Zwänge werden jedoch die frühestmögliche Analogabschaltung forcieren. Analoger Satellitenempfang ist also ein "Auslaufmodell mit ungewissem Verfallsdatum".

"Das Bessere ist des Guten Feind"

Digitaler Satellitenempfang hat eine stattliche Anzahl von Vorteilen gegenüber der auslaufenden Analogtechnik zu bieten. Da wären ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu nennen: Die höhere Zahl freier und verschlüsselter Programme, ein integrierter Programmführer, Möglichkeiten zur digitalen Datenübertragung und -speicherung, optimale Bildqualität über einen weiten Bereich der Empfangssignalstärke und -qualität und Zukunftssicherheit. Für einen optimalen Digitalempfang muss aber das Gesamtsystem bestehend aus Antenne, Kabel und Verteilmaterial sowie Receiver einige Voraussetzungen erfüllen.

Die Antenne

Der Antennenreflektor umgangssprachlich als "Schüssel" bezeichnet sollte verwindungssteif und nicht zu klein sein. Ein Durchmesser von 55 cm genügt zwar, im Interesse eines stabilen Empfangs auch bei Regen und stark bedecktem Himmel sollten 75 - 90 cm Durchmesser gewählt werden. Damit ist die sogenannte Empfangsreserve groß genug und es kommt nicht zum digitaltypischen Totalausfall beim Unterschreiten einer gewissen Signalqualität. Als LNC (Empfangskonverter im Brennpunkt der Schüssel) kommt nur eine sogenannte Universal-Type in Frage, weil nur sie in der Lage ist zusätzlich zum herkömmlichen unteren Frequenzband für die analogen Programme auch das Hohe zu empfangen, auf dem ASTRA die Digitalprogramme abstrahlt. Für einen Teilnehmer genügt ein Einzel-LNC (Single), zwei Teilnehmer können sich ein Zwillings-LNC (Twin) teilen und ab drei Teilnehmern ist ein LNC mit 4 Ausgängen (Quad) erforderlich, bei mehr Teilnehmern wird ein LNC mit 4 Ausgängen (Quadro) in Verbindung mit einem Verteilschalter (Multiswitch) benötigt.

Das Kabel

Es soll das Empfangssignal möglichst ungeschwächt von der Antenne über die Verteileinrichtungen zum Empfänger des Teilnehmers leiten. Mit anderen Worten: Das Kabel muss dämpfungsarm und hochgeschirmt sein, damit möglichst wenig von der wertvollen Signalenergie "auf der Strecke bleibt".

Das Verteilmaterial

Weil selbst im Einfamilienhaushalt heute mindestens vier Antennensteckdosen zur Grundausstattung gehören sollten, ist der Multischalter als zentraler Verteilpunkt obligatorisch. In unmittelbarer Nachbarschaft einer jeden Antennensteckdose ist auch gleich der Zugang zum Telefonnetz (eigene Dose oder Multimedia-Kombidose) vorzusehen, um für interaktive Anwendungen gerüstet zu sein. Die sternförmige Multischalter-Verteilstruktur lässt sich bei Verwendung von sogenanntem Multimediakabel und -dosen (z.B. WISI MT 75 und WISI DT 03) ohne baulichen Mehraufwand dazu nutzen. Es bieten sich darüber hinaus auch weitere Nutzungsmöglichkeiten, z.B. zur Telefonanlage, Rechnervernetzung, Gebäudemanagement, Sicherheitsanwendungen usw. Mit geringem Aufwand lassen sich so alle Merkmale einer "Strukturierten Verkabelung" integrieren, die sich in neuzeitlichen Industrie- und Verwaltungsgebäuden zunehmend zum Standard entwickelt. Der deutsche Traditionshersteller WISI (Adresse unten) bietet ausführliches Informationsmaterial.

Der Receiver

Er muss für so genannte MPEG-QPSK-Signale ausgelegt sein und sollte eine normierte Schnittstelle (CI: Common Interface) für ein optionales Entschlüsselungsmodul (CA: Conditional Access) besitzen. Alles andere ist eine Frage des Geschmacks und Komforts: Zahl der Speicherplätze, Leistungsaufnahme, Timer, elektronischer Programmführer, Videotext, Frontdisplay, Festplattenaufnahme, usw. usw.

"Wertarbeit"

Die komplexe Materie des Satellitenempfangs dem Laien in wenigen Worten nahe zu bringen ist unmöglich. Er wird sie deshalb nicht beherrschen und sollte vom Eigenbau die Finger lassen. Deshalb ist die Beratung und Ausführung durch den Fachmann in aller Regel erforderlich. Nur er kann technisch-wirtschaftlich optimale und vorschriftengerechte Lösungen realisieren. Dabei wird er grundsätzlich das Material anerkannter Hersteller verwenden, die nahezu ausnahmslos Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Satellitenempfang (AG Sat)" sind und deren Produkte die "Schirmdämpfungsklasse A" einhalten.

Quelle

Wilhelm Sihn jr. KG
Wilhelm-Sihn-Str. 5-7
75223 Niefern-Öschelbronn

» http://www.wisi.de


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©2006-2010 Thomas Josten